Glossary

Sicherheit

Wie schafft man Sicherheit bei ehrenamtlichen Projekten?
Achtet auf eure eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer! Lasst euch nicht vom „Sicherheitswahn” verrückt machen, aber geht gelegentlich einen Schritt zurück und überlegt: Stellt mein Projekt eine Gefahr für Dritte dar? Mehr Details hierzu im zugehörigen Lexikoneintrag.
Ein ganz heikles Thema. Das eine ist eure eigene Sicherheit - passt auf euch und eure  Mitstreiter*innen auf, und lasst euch nicht verrückt machen. Mit gesundem Menschenverstand (und einem Erste-Hilfe-Set) lässt sich ganz gut über die Runden kommen.  Das Zweite ist die Sicherheit der anderen Leute und das beinhaltet die Menschen, die keinen gesunden Menschenverstand zu haben scheinen. Der öffentliche Raum wird von unfassbar vielen Leuten genutzt und anscheinend gehen unfassbar viele dieser Leute ziemlich blind durch die Gegend - wir selbst wahrscheinlich auch oft genug. Nichts von dem, was wir tun, sollte diese Leute verletzen. Dazu gehört, keine giftigen Pflanzen in öffentlichen Beeten anzupflanzen, genauso wie jeden herausstehenden Nagel ordentlich abzuschleifen und keine Eimer mit Mörtel am Gerüst hoch zu ziehen, wenn unten jemand vorbeigeht. Ihr seid für die Sicherheit der Anderen verantwortlich!
Es ist beinahe egal, was ihr vorhabt, man kann fast darauf wetten, dass irgendwann jemand daherkommt mit „Das geht ja garnicht, was meinen Sie, was da passieren kann!”
Das Dritte aber, und da wird es wirklich knifflig, ist ein allgemein kursierender Sicherheitswahn. Es ist beinahe egal, was ihr vorhabt, man kann fast darauf wetten, dass irgendwann jemand daherkommt mit „Das geht ja garnicht, was meinen Sie, was da passieren kann!”. Manchmal sind das gute und sinnvolle Hinweise, die tatsächlich eine Katastrophe verhindern. Oft sind es Berge an Vorschriften, die vor allem gute und schöne Projekte verhindern: Statik, Hygiene, Lärmschutz, Wegesicherheit, Brandschutz, alles mögliche eben. Bei  Eigentümer*innen ist es oft die Angst, ihr Haus oder Grundstück könnte Schaden nehmen und sie selbst hätten dann den Ärger - hier hilft vor allem Vertrauen: stellt sicher, dass bei keinem eurer Projekte andere das Gefühl haben, sie hätten Probleme am Hals, die durch euch entstanden seien! Übrigens unabhängig davon, ob sie wirklich durch euch entstanden sind. Das führt manchmal dazu, dass man den Dreck anderer Leute weg machen muss, was einem aber wiederum viel Respekt bringen kann.

Glossar der "Quartiersentwicklung von Innen“

erstellt im Auftrag des Wall & Space e.V. durch Freiraumgalerie - Kollektiv für Raumentwicklung.